Fluoride in der Kariesprophylaxe von Kindern

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Das erste Zähnchen

Sicher erinnert sich jede/r von uns daran, wie es war, als man das erste Zähnchen im Mund des eigenen Babys erblickt hat. So groß die Freude beim Anblick der süßen Mäusezähnchen auch ist, so groß ist bisweilen leider auch die Verunsicherung vieler Eltern, wenn es um das Thema Fluoridierung geht. Fluori-was? Na, die Fluoride. Die sind nämlich wichtig, damit die anfangs kleinen und später bleibenden Beißerchen auch bis ins hohe Alter noch in gesunder Pracht erstrahlen.

Fluoride beugen der Entstehung von Karies vor

Neben dem regelmäßigen Zähneputzen, einer ausgewogenen und zahngesunden Ernährung sind Fluoride eine wichtige Voraussetzung für gesunde Zähne.

Fluoride spielen bei der wirkungsvollen Vorbeugung von Karies eine wesentliche und wichtige Rolle. Darin sind sich sowohl Zahnärzte als auch Kinderärzte einig. Schließlich weiß man, dass die Maßnahmen der Fluoridierung erheblich dazu beigetragen haben, die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland kontinuierlich zu verbessern.

Fluoride ja, aber wie?

Ausgangslage:

Nicht einig sind sich die beiden Fachgesellschaften jedoch im Hinblick auf die Anwendung von Fluoriden. Denn die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: von der Anwendung in Speisesalz, über Tabletten, bis hin zur Zahnpasta oder speziellen Gelen ist vieles möglich.

Empfehlungen der kinderärztlichen Fachgesellschaften:

Die kinderärztlichen Fachgesellschaften empfehlen eine kombinierte Rachitis- und Kariesprophylaxe für Säuglinge und Kleinkinder in den ersten beiden Lebensjahren. Hierfür wird schon ab der zweiten Lebenswoche an, also schon vor Durchbruch des ersten Zahnes, eine Verabreichung in Form einer kleinen Tablette mit einer klar definierten Dosis Fluorid und Vitamin D bevorzugt. Die Tablette kann entweder in etwas Flüssigkeit aufgelöst und mit einem Löffel verabreicht werden. Oder sie kann in die Wangentasche des Babys gelegt werden, wo sie sich mit Hilfe des Speichels langsam auflöst und dann hinunter geschluckt wird (bitte dabei in der Nähe des Babys bleiben). Mit Durchbruch des ersten Zahnes würde die Zahnhygiene dann um das zweimal tägliche Zähneputzen mit fluoridfreier Zahnpasta ergänzt werden. Durch die regelmäßige Tabletten-Gabe würde zum Einen die wichtige Versorgung mit Fluorid und Vitamin D gewährleistet und zum Anderen die Gefahr einer möglichen Überdosierung von Fluorid durch das Verschlucken der Zahnpasta vermindert.

Empfehlungen der zahnärztlichen Fachgesellschaften:

Die zahnärtlichen Fachgesellschaften hingegen empfehlen nach Durchbruch des ersten Zahnes die Fluorid-Anwendung in Form fluoridhaltiger Zahnpasta in einer entsprechenden Dosierung. Vor Durchbruch des ersten Zahnes sei keine Fluorid-Anwendung erforderlich.

Leider führen diese unterschiedlichen Empfehlungen immer wieder zu einer Verunsicherung von Eltern, was nicht selten dazu führt, dass die Fluoridanwendung entweder komplett weggelassen oder quasi “doppelt-gemoppelt” wird; im Sinne von viel hilft viel. Leider kann beides unerwünschte Folgen für die Zähne unserer Kinder haben.

Ein Grund mehr also, das Thema, zusammen mit einer Zahnärztin, zu beleuchten und euch am Ende hoffentlich eine gute Entscheidungshilfe zu ermöglichen.

 

Fluoride in der Kariesprophylaxe bei Kindern:

Bevor es losgeht, möchte ich euch meine Gastautorin vorstellen. Es ist die liebe Michaela. Sie ist dreifache Mama und Zahnärztin an einer deutschen Klinik. Das Thema Mundgesundheit von Kindern liegt ihr also nicht nur beruflich, sondern auch privat sehr am Herzen. Und weil sie in ihrem praktischen Alltag regelmäßig feststellt, dass viele Eltern verunsichert sind, wenn es um die Zahnpflege ihrer Kinder geht, kam ihr die Idee eines Gastbeitrages. Mehr von Michaela findet ihr auf Instagram unter @early_morning_club. Dort informiert sie regelmäßig über wichtige Themen aus ihrem Fachbereich. Danke dafür und für den tollen Gastbeitrag.

Los geht`s:

Gastbeitrag aus Sicht einer Zahnärztin

Laut der letzten großen Deutschen Mundgesundheitsstudie ist die zahnärztliche Versorgung hier im Land vorbildlich. 8 von 10 der zwölfjährigen Kinder sind im Durchschnitt kariesfrei.

Bei den 3 jährigen sieht es allerdings anders aus: Die frühkindliche Karies im Milchzahngebiss ist leider noch immer ein großes Problem!

Frühkindliche Karies (Early Childhood Caries/ECC):

Die fehlende Gabe von Fluorid führt zu kariös zerstörten Zähnen bereits bei den Kleinsten. Aber auch das Verabreichen von zuckerreichen und säurehaltigen Getränken mit der Saugerflasche führt zur sog. Nuckelflaschenkaries. Hierbei spielt weniger die Menge des enthaltenen Zuckers eine Rolle, sondern vielmehr die Einwirkdauer der Getränke. Betroffen sind die oberen Schneide- und Backenzähne der Kleinkinder. Die nächtliche Gabe von gesüßten Tees, Schorlen, Säften und Milch sowie das Einschlafen mit der Flasche im Mund stellen im Hinblick auf die ECC eine besonders große Gefahr dar.

Aufklärung:

Mit diesem Beitrag möchte ich aufklären. Ich möchte mit Vorurteilen aufräumen, Ängste und Verunsicherungen nehmen und den Eltern am Ende einen kleinen Leitfaden an die Hand geben. Social Media wird immer mehr zu einer ernst zu nehmenden Plattform, auch Eltern informieren sich hier. Fluch und Segen zugleich. Denn neben vielen positiven Aspekten birgt diese Form der Information auch ein gewisses Risiko. Vor allem dann, wenn Laien Halbwissen oder Falschaussagen tätigen bzw. verbreiten und damit die Arbeit unserer Berufsgruppe behindern. Zu meinem großen Glück erkannte auch Snjezi, durch ihre Arbeit als erfahrene Kinderärztin, die Wichtigkeit dieses Themas und gibt mir nun die Möglichkeit, die zahnärztliche Seite zu beleuchten.

 

 

Was sind überhaupt Fluoride?

Fluoride spielen eine entscheide Rolle bei der Vorbeugung von Karies! Ungebunden ist Fluor ein giftiges Gas. Erst in Verbindung mit anderen Elementen entstehen Fluoride. In der Natur findet man Fluoride als Mineral im Boden und im Grundwasser. Für den menschlichen Körper ist Fluorid ein Spurenelement und somit für den Körper und seine Funktionen wichtig. Selbst Muttermilch enthält einen gewissen Prozentsatz an Fluorid.

Der Fluoridgehalt wird üblicherweise in Teilen pro Million (parts per million/ppm) angegeben. Auf Zahnpastatuben findet man den Wert meistens auf der Rückseite.

 

Entstehung von Karies:

Bei der Aufnahme von Lebensmitteln wandeln Bakterien im Mund den Nahrungszucker in Säuren um. Diese Säuren greifen täglich den Schmelz an. Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten versteckt, auch eine gesunde Scheibe Brot enthält für die Bakterien verwertbaren Nahrungszucker. In der Folge lösen sich im Zahn eingelagerte Mineralien wie Magnesium, Natrium und Kalzium heraus, der Zahn erweicht und es entsteht Karies.

 

Fluoride, die Wirkung beruht auf folgenden Mechanismen:

  • es werden größere und stabilere Kristalle im Zahnschmelz gebildet
  • der Bakterienstoffwechsel wird gehemmt
  • Säureangriffe werden gestoppt
  • das Auflösen des Schmelzes wird verhindert
  • die Wiedereinlagerung von Mineralien wird verbessert

Fluorid schützt den Zahn vor Karies und deren Folgen!

 

Die unterschiedlichen Fluoridarten:

Bei Zahnpasten werden vier verschieden Fluoridverbindungen unterschieden: Natriumfluoride, Aminfluoride, Natriummonofluorphosphate und Zinnfluoride. Bei Kindern empfiehlt sich die Verwendung von Aminfluoriden. Diese haften stärker am Zahn und bilden schneller die Kariesschützende Schicht aus. Das in Zahnpasta verwendete Aminfluorid ist das Olaflur und das Dectaflur.

 

Fluoride, der Unterschied zwischen lokaler und systemischer Fluorid-Aufnahme:

Man unterscheidet zwischen lokaler und systemischer Fluoridaufnahme. Lokal bedeutet hierbei die Verabreichung von Fluorid z.B. über die Zahnpasta. Systemisch kann eine Fluoridaufnahme über Tabletten erfolgen. Meist in Kombination mit Vitamin D. Auch die Aufnahme über Salz oder das Trinkwasser ist möglich. Vor der Ära moderner Fluoridzahnpasta waren Fluoridtabletten die Hauptfluoridquelle. Früher schrieb man der systemischen Gabe eine größere Bedeutung zu. Die Studien hierzu sind allerdings noch aus den 70-er Jahren und somit nicht mehr zeitgemäß.

Die Fluorid-Tabletten wirken vor allem auf die Zähne, wenn diese gelutscht werden- genau genommen also lokal. Diese Wirkung lässt sich auch mit Zahnpasta erzielen, die durch das Putzen gleichzeitig auch das notwendige Entfernen von Speiseresten und Plaque möglich macht. Mögliche Nachteile: die täglich erforderliche Tablettengabe durch die Eltern könnte vergessen werden bzw. ältere Kinder könnten glauben, dass allein durch die Einnahme von Tabletten Karies vermieden werden kann. Dadurch tritt das notwendige Zähneputzen und das Bewusstsein über den schädigenden Einfluss von Zucker in den Hintergrund. Zudem benötigt diese Verabreichungsform eine genaue Fluoridanamnese, um weitere Fluoridquellen ausschließen zu können und eine Dentalfluorose (siehe unten) zu vermeiden.

 

 

Fluorose und Überdosierung:

Immer wieder taucht das Gerücht auf, dass Fluoride gesundheitsschädlich sind. Dabei ist eine akute Vergiftung klinisch fast ausgeschlossen. Die wahrscheinlich toxische=giftige Dosis liegt beim Menschen bei 5 mg pro kg Körpergewicht. Bei einem einjährigen Kind, dass ungefähr 8 kg wiegt, entspricht dieses 40 mg. Es müsste somit 160 altersentsprechende Fluoridtabletten zu sich nehmen, um diese Dosis zu erreichen.

Sollten ganze Zahnpastatuben vom Kind geschluckt werden, solltet ihr den Arzt kontaktieren oder im lokalen Giftinformationszentrum anrufen. Jedes Bundesland verfügt über eigene Beratungsstellen, die jederzeit telefonisch erreichbar sind. Die entsprechenden Nummern findet ihr z.B. hier. Am besten, ihr speichert euch eure jeweilig zuständige Anlaufstelle im Telefon ab. Im Notfall verliert ihr dann keine Zeit bei der Suche nach der passenden Nummer im Internet. Folgende Fragen solltet ihr beantworten können: Wer? Was? Wann? Wie? Wieviel? Es wird der Gehalt des aufgenommenen Fluorids berechnet und das weitere Vorgehen besprochen. Akute Vergiftungserscheinungen können diffuse Unterleibsschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Durst, Magen-Darm-Beschwerden, Krampfanfälle, Herz-Kreislauf-Symptome bis hin zum Koma sein.

Dentalfluorose:

Bei einer dauerhaften Zufuhr von mehr als einem Milligramm Fluorid spricht man von einer chronischen Fluoridvergiftung. Passiert dieses während der Zahnentwicklung, kommt es zur typischen Zahnverfärbung, der sogenannten Dentalfluorose. Diese weißlich bis gelb kreidig erscheinenden Schmelzflecken verteilen sich unregelmäßig über die betroffenen Zähne. Das Risiko für die Entwicklung einer Fluorose auf den bleibenden Schneidezähnen ist während der ersten 3 Lebensjahre am größten. Bis dahin ist die Fluoridnutzung sorgfältig zu kontrollieren. Zudem verschlucken Kleinkinder in diesem Alter den größten Teil der verwendeten Zahnpasta. Die Anfälligkeit für eine Dentalfluorose endet mit ungefähr 8 Jahren, d.h. wenn der Zahnschmelz des permanenten Gebisses ausgereift ist.

Eine Kombination mehrerer Fluoridpräparate sollte bei Kindern unter 6 Jahren kritisch abgewogen werden. Auch die kinder- und zahnärztlichen Fachgesellschaften sind der Auffassung, dass Fluoridtabletten und fluoridhaltige (Kinder-)Zahnpasten nicht gleichzeitig verabreicht bzw. verwendet werden sollten.

Die wesentlichen Fluoridquellen im Säuglings- und Kleinkindalter:

  • Säuglingsnahrung (im ersten Lebensjahr), insbesondere Spezialnahrungen auf Sojabasis,
  • Fluoridtabletten oder
  • fluoridiertes Speisesalz und/oder
  • fluoridierte Zahnpasta.

 

Fluoride, aktuelle Empfehlungen der zahnmedizinischen Fachgesellschaften:

Zur Art und Weise der Fluoridprophylaxe existierten leider lange keine einheitlichen Empfehlungen. Während wir Zahnärzte der Ansicht sind, dass Fluoridtabletten nicht notwendig sind und dagegen die Verwendung einer geringen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta ab dem Zahndurchbruch sinnvoll sei, plädieren viele Kinderärzte für die orale Fluoridprophylaxe mit Tabletten. In der Leitlinie „Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe“ aus dem Jahr 2016 ist es gelungen, diese beiden Standpunkte in ein Schema aufzunehmen.

Die aktuellen Empfehlungen haben sich jedoch im Juni 2018 erneut geändert.

Experten mehrerer Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden haben neue Empfehlungen für fluoridhaltige Kinderzahnpasten beschlossen. Kinder sollen vom zweiten bis sechsten Geburtstag zweimal täglich ihre Zähne mit einer erbsengroßen Menge einer Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid putzen. Bislang wurde das Putzen mit Zahnpasten mit 500 ppm Fluorid empfohlen. Anlass war die Tatsache, dass der Kariesrückgang im Milchgebiss viel zu niedrig ausfiel. Entsprechende Kinderzahnpasten sind bereits im Handel.

 

 

Fluorid, Zahnärztliche Empfehlung:

Zahnpasta:

  • Ab Durchbruch der ersten Milchzähne: Verwendung von fluoridhaltiger Kinderzahnpasta 1000 ppm zweimal am Tag reiskorngroß
  • Alternativ 500 ppm Fluorid zur Zahnpflege zweimal am Tag erbsengroß
  • ab dem Alter von zwei Jahren: Putzen der Zähne zweimal täglich mit einer geringen Menge 1000 ppm fluoridhaltiger Kinderzahnpasta erbsengroß
  • nach Durchbruch der ersten bleibenden Zähne: Putzen der Zähne zweimal täglich mit einer Zahnpasta mit 1450 ppm Fluorid
  • Eltern putzen solange nach, bis das Kind die Schönschrift beherrscht

 

Fluoridsupplemente:

Bei regelmäßiger Verwendung an fluoridiertem Speisesalz und regelmäßiger Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta soll die Gabe von Fluoridtabletten entfallen.

 

Ich möchte noch zu bedenken geben, dass häufig zusätzlich zur häuslichen Zahnpflege das Zähneputzen auch im Kindergarten/in der Kita erfolgt. Wird bereits zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta Zuhause geputzt, ist die weitere Verwendung fluoridfreier Zahnpasta anzuraten. Meine Kinder verschlucken noch immer den Großteil der Zahnpasta, obwohl wir Pasta mit Minzgeschmack bevorzugen. Bei meiner dreijährigen Tochter achte ich deshalb ganz besonders auf die sachgemäße Anwendung von Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 ppm.

 

Zahnärztliche Empfehlungen in Bezug auf Getränke im Kindesalter:

  • Verwendung von Wasser und ungesüßten Tees
  • Begrenzung von Menge und Häufigkeit von zuckerhaltigen Getränken, ggf. zahnfreundliche Getränke bevorzugen (erkennbar am „Zahnmännchen Siegel“)
  • Kinder nicht mit der Flasche im Mund einschlafen lassen
  • Saugflasche nicht als Dauernuckel geben
  • sobald das Kind aufrecht sitzen kann, sollte der Einsatz von Bechern erfolgen
  • Quetschies mit dem Löffel verabreichen

 

Fazit aus Kinder- UND aus Zahnärztlicher Sicht:

Am Ende entscheidet natürlich jede Familie selbst, wie die Zahnpflege beim eigenen Kind erfolgen soll. Uns beiden ist jedoch wichtig, und zwar sowohl aus Kinderärztlicher als auch aus Zahnärztlicher Sicht, dass Eltern die Kariesprophylaktische Wirkung von Fluoriden kennen und Fluorid ausreichend in die tägliche Zahnpflege miteinbeziehen. Ob ihr euch dabei für die Anwendung in Tablettenform oder für die Anwendung in Form von fluoridierter Zahnpasta entscheidet, bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, dass ihr das Fluorid täglich und in der jeweils empfohlenen Dosis verabreicht.

 

Zusammenfassende Empfehlung:

Zusammengefasst habt ihr in Bezug auf die Fluorid-Gabe folgende Möglichkeiten:

Option 1:

  • ab der 2. Lebenswoche an Gabe von Fluorid in Tablettenform (meist in Kombination mit Vitamin D) PLUS ab dem ersten Zähnchen zusätzlich tägliches Zähneputzen mit Fluorid-FREIER Zahnpasta, oder:

Option 2:

  • ab dem ersten Zähnchen zweimal tägliches Zähneputzen mit Fluorid-HALTIGER Zahnpasta (1000 ppm in entsprechender Menge, siehe oben)

 

Kinderärztliche Anmerkung:

WICHTIG: Wenn ihr Option 2 bevorzugt, solltet ihr dennoch die Verabreichung von Vitamin D zur Vorbeugung der Rachitis in den ersten beiden Lebensjahren bzw. zumindest bis zum zweiten Sommer des Kindes nicht vernachlässigen! Das heißt, ungeachtet des Fluorids, sollte euer Baby ab der 2. Lebenswoche an täglich das Vitamin D (in Tabletten oder Tropfenform) erhalten.

 

Danke:

Vielen Dank liebe Michaela für den tollen und informativen Beitrag. Auf dem Instagram-Account von Michaela findet ihr weitere informative Artikel zum Thema Zahngesundheit bei Kindern. Aktuell schreibt sie u.a. an einem Beitrag über die Empfehlungen zum ersten Zahnarztbesuch und geht dabei auch auf die Bedeutung einer genauen Fluoridanamnese ein. Denn die Gesamtmenge der täglichen Fluoridzufuhr sollte stets erfasst und bei Bedarf angepasst werden.

 

Anmerkung:

Alle medizinischen Beiträge, die ich zu gesundheitlichen Themen auf meinem Blog verfasse oder von Gastautoren veröffentliche, dienen ausschließlich der Information. Sie ersetzen in keiner Weise den Arztbesuch bei gesundheitlichen Beschwerden.

 

Fluoride in eurem Alltag?

Wie sieht es bei euch und den Zähnen eurer Kinder aus? Wie verabreicht ihr Fluoride bzw. wendet sie an?

 

Ich freu mich über eure Rückmeldungen und wünsche euch stets strahlend schöne und vor allem gesunde Beißerchen.

 

Bleibt gesund und munter

eure

Snježi

 

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2 Comments

  1. Jacintha Erasmus Nissensohn
    4 Monaten ago

    Viel Glück in Ihrem Blog, wie ich weiterhin regelmäßig zu folgen. Jacintha Erasmus Nissensohn

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    1. die Kinderherztin
      4 Monaten ago

      Vielen Dank liebe Jacintha

      Reply

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