Das Immunsystem: unsere Super-Abwehr

Unsere körpereigene Super-Waffe im Kampf gegen Viren und andere Krankheitserreger ist das Immunsystem.

Aktuell ist unser Immunsystem quasi in aller Munde. Und das ist es auch im wahren Leben. Dabei findet man es jedoch nicht nur im Mund, sondern im ganzen menschlichen Körper. Es ist unsere hauseigene Abwehr. Die Abwehr gegen Eindringlinge von außen. Das Immunsystem kennt unseren Körper sehr genau und kann wunderbar zwischen körpereigen und körperfremd, zwischen Gut 😇 und Böse 👿 unterscheiden. Manchmal gerät es auch durcheinander und dann fällt ihm die Unterscheidung schwer, wie z.B. im Falle von Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Aber unter normalen Umständen, erfüllt es seine Aufgabe ganz gewissenhaft und verteidigt unsere körpereigene Firewall 🚧  gegen ungebetene Gäste von außen.

Doch was genau ist das Immunsystem? Warum ist es gerade jetzt so wichtig? Und warum macht es Sinn, sich auch unabhängig von der Corona-Pandemie, gut darum zu kümmern? Denn es ist ein wahres Wunderwerk der Natur und jeder von uns trägt es in sich; in mehr oder weniger gut trainiertem Zustand. Warum das so ist, möchte ich euch heute anschaulich und kindgerecht erklären. Da der gesamte Text für Kinder jedoch vermutlich zu lang ist, würde ich Kindern die Passagen vorschlagen, in denen die Arbeit des Immunsystems direkt beschrieben wird (ab “Immunsystem, ein fleißiger Schüler”). Am Ende erfahrt ihr sogar noch, was ihr selbst tun könnt, um eure Super-Waffe zu stärken. Kleine Anmerkung vorweg: ich bin mir sicher, dass ihr sämtliche Tipps schon kennt.

Los geht`s:

Das Immunsystem, die hauseigene Security unseres Körpers

Unser Körper verfügt über eine hochspezialisierte und extrem gut ausgebildete Sondereinheit 🤺 : das Abwehrsystem gegen fiese Erreger.

Dabei kommt es zu einem Zusammenspiel verschiedener Einheiten, die nur ein Ziel haben: unseren Körper vor schädigenden Einflüssen zu bewahren 💥. Und zwar 24/7, d.h. es ist 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche für uns im Einsatz; ein Leben lang. Wahnsinn, oder?

Die Sondereinheit unseres Körpers verfügt dabei über verschiedene Abwehrsysteme:

  1. die unspezifische Abwehr und
  2. die spezifische Abwehr.

Vereinfacht könnte man sagen, die einen sind für das Grobe 💣, die anderen für den Kleinkram 🔫  zuständig.

 

Immunsystem, unspezifische Abwehr:

Zur unspezifischen Abwehr gehören z.B. die natürlichen Schutzwälle unseres Körpers. Sie funktionieren quasi wie der Wassergraben einer mittelalterlichen Burg 🏰. Der Feind muss zunächst einmal diesen Graben überwinden, um überhaupt in die Burg, also den Körper zu kommen.

Zum Schutzwall gehören viele wichtige Bereiche unseres Körpers, wie z.B.:

  • die Haut und die Schleimhäute von Mund, Nase und Magen-Darm-Trakt
  • der Speichel im Mund
  • die Tränenflüssigkeit unserer Augen
  • die Säure in unserem Magen
  • der Darm (der mit 8 Metern Länge und fast 500 Quadratmetern Oberfläche übrigens unser größtes Immunorgan ist).

Möchte ein ungebetener Gast unsere Burg betreten, muss er zunächst diese Schutzmauern überwinden. Er müsste sich z.B. gegen den sauren pH-Wert unserer Haut oder ein bestimmtes Schutzmittel (Enzym) in unserem Speichel oder der Tränenflüssigkeit wehren. Würden wir den Eindringling z.B. über die Nahrung aufnehmen und verschlucken, müsste er sich dort der sehr ungemütlichen Säure unseres Magens widersetzen und die Schleimhäute des Darms durchdringen. Und selbst, wenn er das schaffen würde, hätte er keine freie Fahrt, denn auch in den Autobahnen unsers Blut-und Lymphsystems sind Wachposten unterwegs, mit denen nicht zu spaßen ist.

So gibt es z.B. in unserem Blut spezielle Blutkörperchen, die nicht umsonst Fresszellen heißen, denn sie können den Feind ganz schnell unschädlich machen und ihn quasi an Ort und Stelle auffressen 👹. Daneben gibt es noch verschiedene Signalstoffe (das sog. Komplementsystem), die im Prinzip die Oberfläche von Krankheitserregern so verändern, dass die Fresszellen sie noch lieber verspeisen. Außerdem löst dieses System eine Reihe von Reaktionen aus, die die Abwehr eines Eindringlings beschleunigen.

Von Geburt an geschützt:

Die unspezifische Abwehr wird auch als angeborenes Immunsystem bezeichnet. Das heißt, wir haben es schon von Geburt an dabei. Es wird uns quasi in die Wiege bzw. ins Nest 🐣 gelegt und schützt uns von Anfang an. Es liegt sozusagen in unseren Genen und hat sich im Laufe der ganzen Menschheitsgeschichte kaum oder nur wenig verändert. Zusätzlich haben wir in den ersten Wochen unseres Lebens noch einen weiteren Schutz, den sog. Nestschutz. Das ist der Schutz, den wir noch im Mutterleib über die Mutter bekommen. Von vielen Krankheiten, die sie bereits durchgemacht hat und gegen die ihr Immunsystem Abwehrzellen (=Antikörper) entwickelt hat, werden die Abwehrzellen auch auf ihr Baby übertragen. Übrigens werden auch über das Stillen wertvolle Antikörper übertragen, was die Muttermilch zu etwas ganz Besonderem macht. Aber auch die Babys, die die Milch über eine Flasche mit Milchpulver 🍼 bekommen, werden mit Antikörpern versorgt. Mit anderen zwar, aber auch die sind gut.

Nestschutz: was ist das?

Das alles ist eine ganz wunderbare Lösung, denn schließlich ist das Immunsystem eines Babys noch ganz klein bzw. unreif und muss erst im Laufe des Lebens zum Super-Abwehr-Agenten 🕵🏻‍♂️ heranwachsen (mehr dazu hier). Und das ist auch gut so, denn der Nestschutz schützt uns nicht gegen alle Erreger. Außerdem lässt seine Stärke im Laufe der ersten Lebenswochen immer mehr nach; ebenso, wie die Antikörper-Versorgung über die Muttermilch. Jetzt muss unser Immunsystem also zunehmend selbst gegen die verschiedenen Erreger kämpfen 🥊. Und die sind quasi überall. Weil aber unser Immunsystem schon sehr schlau ist, weiß es, dass die meisten Erreger gar nicht so schlimm sind. Es weiß sogar, dass die Arbeit mit ihnen für unseren Körper sehr wichtig ist. Schließlich kommen wir schon unter der Geburt und später bei jedem Kontakt mit unseren Eltern, Großeltern, Spielzeugen, Lebensmitteln und allem, was uns sonst im Leben umgibt, in Kontakt.

Immunsystem, ein fleißiger Schüler, der mit der Zeit viel Wissen erwirbt:

Dadurch lernt das Immunsystem sehr schnell und sehr viel 📚. Es geht quasi von Anfang an in die Erreger-Schule (mehr dazu hier) und lernt dabei, die Erreger zu unterscheiden. Dabei ist es übrigens ein sehr fleißiger Schüler 🤓, der ständig und überall lernt, ohne dass wir davon etwas mitbekommen. Es lernt ganz von alleine. Es erwirbt dadurch besondere Fähigkeiten und wurde deshalb früher auch als erworbenes Immunsystem bezeichnet. Nun nennt man es lieber spezifisches, weil es eben ganz spezielle Funktionen erfüllt.

Es liegt quasi dauerhaft auf der Lauer und überwacht ständig, mit was unser Körper in Kontakt kommt. Das Immunsystem ist im Prinzip auf den Autobahnen unseres Blut- und Lymphsystems im Dauereinsatz und kontrolliert alles, was es findet 🧐 . Hier die leckeren Nudeln, die gerne in unseren Bauch dürfen, dort das köstliche Eis, das auch gerne rein darf. Aber fiese Viren oder Bakterien, die einen dicken Schnupfen, Ohrenschmerzen oder gar Corona auslösen, die sollen unbedingt draußen bleiben! Und weil diese Arbeit manchmal gar nicht so einfach ist, hat es viele kleine Super-Helfer an seiner Seite.

Einige davon möchte ich euch vorstellen, denn es ist eine bunte Gruppe von extrem fleißigen und sehr flexiblen Mitarbeitern.

Immunsystem, spezifische Abwehr:

Das spezifische Immunsystem besteht auf verschiedenen Zellen. Das Wachpersonal, also die Security erkennt einen Feind, umzingelt ihn und bringt ihn sofort zur Polizeistation unseres Körpers. Das Wachpersonal sind die sog. Antigenpräsentierenden Zellen. Sie melden zum Beispiel: “Aaaaaachtung: kleiner runder Feind in roter Unterhose (z.B. ein Bakterium) 🤡 betritt unser Haus bzw. die Burg (=Körper). Auf geht`s Leute; ran an den Feind!”

Nun wird der kleine runde Feind in roter Unterhose festgenommen und in Handschellen abgeführt. Die Körperpolizei 👮‍♂️ hat als Haupt-Mitarbeiter die sog. Lymphozyten. Es sind quasi die Polizisten, die in zwei Gruppen arbeiten. Die einen gehören zum T-Team und die anderen zum B-Team. Und beide kennen echt keinen Spaß 🤨. Erst werden die Daten des Eindringlings aufgenommen. In unserem Fall also: klein, rund, rote Unterhose. Dann wird ein Fingerabdruck gemacht und ein Foto des Übeltäters aufgenommen. Der Polizist checkt den Feind in der Verbrecher-Datei des Körpers und guckt, ob der Fiesling in der Datei schon bekannt ist. Wenn nicht, trägt er ihn sofort in die Datenbank des Hochleistungs-Computers 📟  unseres Körpers ein.

Und dann wird es für den Feind unangenehm und in letzte Konsequenz sogar tödlich. Denn das ist das Ziel: den Feind unschädlich zu machen und ihn zu vernichten ☠️ . Dafür haben wir echte Profis: wir haben die sog. Helferzellen, die z.B. bei der Bekämpfung des Feindes helfen. Wir haben sogar echte Killer-Zellen, die den Feind im wahrsten Sinne des Wortes killen 👹 . Zack! Bum! Aus die Maus! 💥 Raus aus dem Haus!

Immunsystem mit super Gedächtnis:

Und dann kann unser Immunsystem noch etwas anders Tolles. Und zwar kann es nicht nur den Feind bekämpfen, sondern es kann ihn, wie schon erwähnt, in die Verbrecher-Datei aufnehmen und ihn sich merken. Diesen Job erledigen die sog. Gedächtnis-Zellen und die vergessen so gut wie nix. Vor allem nehmen sie im Computer alles auf, was für diesen Feind typisch ist. Dafür gibt es extra Zellen, die die Eigenschaften des Feindes (=Antigene) präsentieren. Das heißt sie checken den Feind von oben bis unten ab und sagen den Gedächtniszellen, was sie sich alles merken sollen.

Im Prinzip ist es, wie der Papierkram 📝 bei der Polizei: alles muss notiert werden. In unserem Fallbeispiel: klein, rund, rote Unterhose. Und während die einen den lästigen Papierkram erledigen, werden gleichzeitig neue Polizisten ausgebildet, die zu Spezialkräften gegen die notierten Merkmale des Feindes werden, die sog. Antikörper. Wenn also beim nächsten Mal wieder ein kleiner runder Feind in roter Unterhose ohne Erlaubnis unser Haus betritt, dann schreien alle Gedächtniszellen gleichzeitig: “Aaaaaachtung Leute, der Typ kleine, runde Typ in roter Unterhose 🤡 hat trotz Hausverbot wieder unser Haus betreten!”

Und dann geht’s dem Fiesling mit Hilfe der Sondereinheit der Antikörper gleich an den Kragen bzw. an die rote Unterhose. Wieder: Zack! Bum! Aus die Maus! 💥 Raus aus dem Haus!

Was ist nun mit dem neuartigen Corona-Virus?

So ungefähr läuft es in unserem Körper ab, wenn wir uns mit einem Erreger infizieren. Beim neuartigen Corona-Virus 🦠 steht die Abwehr von vielen Menschen allerdings ein bisschen auf dem Schlauch 😳. Und zwar deswegen, weil dieses Virus so neu ist, dass wir seine Daten noch gar nicht in unserer Datenbank haben 🤯 . Aber dennoch arbeitet der Körper eines Erkrankten auf Hochtouren; nicht nur an der Bekämpfung, die ihm in extrem vielen Fällen auch schon gelungen ist. Schließlich sind schon viele Erkrankte wieder genesen.

Und mindestens genauso viele, bzw. vermutlich sogar noch viel mehr, sind erkrankt, ohne es überhaupt mitbekommen zu haben. In diesen Fällen hat das Immunsystem sogar so fleißig gearbeitet, dass der Virus gar keine Chance hatte, denjenigen krank zu machen. Leider jedoch nicht bei allen, denn bei einigen ist die an sich tolle Abwehr des Körpers durch andere Erkrankungen geschwächt oder auch nicht mehr ganz so fit 🥴. Diese Menschen können schwer krank werden und damit nicht alle gleichzeitig in den Krankenhäusern landen, gibt es die aktuellen Beschränkungen, dass wir zu Hause bleiben sollen.

Abwehr “to go” von genesenen für erkrankte Patienten:

Was aber ganz toll ist: all diejenigen Menschen, die die Erkrankung bereits überstanden haben und wieder gesund sind, haben nun in ihrem Blut die Sondereinheit mit den schon fertig trainierten Antikörpern. Denn während der Erkrankung haben die Zellen, die die besonderen Eigenschaften des Virus präsentieren: klein, grün, mit Borsten, schon fleißig gearbeitet und haben diese Merkmale in die Virus-Verbrecher-Datei des Körpers eingegeben und damit gleichzeitig die Ausbildung der Spezialeinheit gegen genau diese Merkmale ermöglicht. Nimmt man nun diesen Patienten nach der Erkrankung Blut ab 💉 , kann man darin die spezifischen Antikörper rausfiltern und neu erkrankten Menschen als Infusion verabreichen; quasi eine Abwehr “to go”. Dann stürzt sich bei den neu Erkrankten diese Spezialeinheit sofort gegen die Viren, die klein und grün sind und Borsten habe. Super, oder? Das hat tatsächlich schon in einigen Fällen gut geholfen.

Was passiert denn bei einer Impfung?

Und wo wir schon dabei sind, können wir uns auch gleich noch anschauen, was uns noch gegen den Erreger helfen könnte: eine Impfung nämlich. Dabei wird z.B. das Virus abgetötet und über eine Impfung den Menschen verabreicht. Das Virus kann denjenigen nicht wirklich krank machen, weil es ja schon tot ist, aber es kann dennoch all die Super-Abwehrzellen in unserem Körper aktivieren, d.h. die Killerzellen, die Gedächtniszellen, die Zellen, die den Papierkram erledigen, die, die den Fingerabdruck machen und natürlich die, die die Sondereinheit für die Antikörper ausbilden. Und zack, wäre unser Körper beim nächsten Kontakt mit einem lebenden kleinen, grünen Virus mit Borsten perfekt gerüstet. Super, oder?

Viren sind sehr erfinderisch, wenn es um Tarnungen geht:

Doch bis es soweit ist, wird es noch einige Zeit brauchen. Denn erstens versuchen die Viren alles Mögliche, um dem Wachpersonal ein Schnippchen zu schlagen, d.h. sie könnten sich z.B. eine Maske überziehen und so an unserer Abwehr, die noch nicht weiß, dass es die kleinen grünen Dinger auch mit Tarn-Maske geben könnte, vorbei spazieren. Das nennt sich Mutation und wird z.B. gerne von Grippeviren gemacht. Außerdem müsste die Impfung erst getestet werden, damit sie auch den gewünschten Erfolg hat und uns am Ende wirklich nützt und nicht schadet.

Das ist bei den Impfungen, die die meisten von euch schon bekommen haben, schon sehr lange erprobt. Oftmals sogar über Jahrzehnte. Ja genau, so lange braucht es in der Regel, bis ein Impfstoff zugelassen wird. Und weil Impfstoffe so wichtig für uns Menschen sind und uns vor schweren Erkrankungen schützen können, werden sie auch ständig kontrolliert und nur dann verabreicht, wenn sie einen nachgewiesenen Nutzen haben. Natürlich sind und bleiben sie dennoch ein Medikament und wie alle Medikamente haben sie auch mögliche unerwünschte Wirkungen. Aber die haben die Erkrankungen eben auch; nur in viel schlimmerer Form.

 

Wie wir unsere Abwehr-Helfer aktiv unterstützen können:

Ich hoffe, ihr seid nun ebenso begeisterte Fans unseres Immunsystems, wie ich es bin. Und nun verrate ich euch noch was Tolles: ihr könnt euer Immunsystem unterstützen und trainieren. Es zu einem noch stärkeren Abwehrsystem machen. Womit? Ganz einfach. Ihr habt es vermutlich schon oft gehört und vielleicht nie geglaubt, dass es auch funktioniert. Aber das tut es und die Umsetzung ist gar nicht so schlimm. Vieles davon ist sogar kostenlos:

  • an die frische Luft gehen (auch bei schlechtem Wetter); aktuell bitte nur im Rahmen der erlaubten Vorgaben
  • viel Wasser trinken
  • sich gesund und ausgewogen ernähren
  • ausreichend schlafen
  • sich impfen lassen
  • schädliche Umwelteinflüsse, wie z.B. das Rauchen (aktiv und passiv), vermeiden
  • glücklich sein!

Warum die einzelnen Punkte so wichtig sind, erfahrt ihr in meinem Beitrag: Power für das kindliche Immunsytem (siehe hier)

 

Anmerkung: Alle medizinischen Beiträge, die ich zu gesundheitlichen Themen auf meinem Blog verfasse, dienen ausschließlich der Information. Sie ersetzen in keiner Weise den Arztbesuch bei gesundheitlichen Beschwerden.

 

Bleibt gesund und munter und kommt gut durch die Corona-Zeit

Eure

Snježi

 

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