Das Brodtener Steilufer im Frühling: wo man von sonnigen Rapsfeldern auf die Ostsee schaut

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Das Brodtener Steilufer ist ein ganz besonders schönes Stück Natur:

Ich liebe die Natur. Ich liebe die Ostsee. Und ich liebe das Steilufer in Brodten, da sich die Natur und die Ostsee hier von einer ganz besonders schönen Seite zeigen.

Und wenn sich das Steilufer dann auch noch von seiner frühlingshaften Sonnenseite zeigt, bin ich ganz im Glück. Von mir aus könnte es mit angenehmen 20 Grad und Sonnenschein gerne bis Oktober so weitergehen. Dann würden wir vermutlich auch das Geld für die Urlaube sparen können, denn schließlich haben diese primär das Ziel: “der-Sonne-hinterher”. Na ja, ein paar mehr Gründe kommen schon noch dazu, aber die Sehnsucht nach Sonne und einem Meer mit Badetemperatur treibt uns früher oder später eben doch in die Ferne.

Jetzt allerdings kann ich mir keinen schöneren Wohnort vorstellen. Die Rapsfelder blühen in sattem Gelb und sehen aus, wie große Teppiche, die sich endlos in die Weite ziehen. Es summt, es duftet; einfach herrlich. Daneben die unzähligen blühenden Obstbäume und die Ostsee, die schön ist, wie immer.

 

 

 

 

Und wenn ich dann, nach einem kleinen Spaziergang entlang der Wiesen und Felder auch noch die Ostsee hinter dem blühenden Rapsfeld entdecke, dann geht mir regelmäßig mein Natur-verbundens Herz auf.

 

 

Das Steilufer in Brodten ist einer meiner Lieblingsorte an der Lübecker Bucht. Das Steilufer zieht sich von Niendorf bis nach Travemünde und man kann entweder unten am Wasser oder oben entlang der Wanderwege die wunderschöne Natur genießen. Regelmäßig erobert das Meer vor allem im Winter mit z.T. heftigen Stürmen einen Teil der Küste zurück, so dass die Wege fortwährend erneuert und verlegt werden müssen. An manchen Stellen hängen die Pfähle der Wegbefestigung in der Luft, weil der Weg, den sie markieren sollten, nicht mehr existiert. Auch die (noch wenigen) Häuser, die am Wegesrand stehen und einen atemberaubenden Blick auf die Ostsee haben, sehen den Abgrund immer weiter auf sich zukommen. Das Jugendhaus Seeblick und den Abhang trennen an der engsten Wegstelle mittlerweile nur noch wenige Meter. Es wird also eng.

 

 

 

Wenn man von Niendorf aus am Strand in Richtung Brodten läuft, kann man über diesen schönen Weg nach oben zu den Wanderwegen kommen.

 

 

Von oben betrachtet, sieht der Weg so aus. Von wo auch immer man ihn betrachtet; ein Weg, der am Meer entlang zu einem sonnigen Rapsfeld führt, kann nur wunderschön sein, oder?

 

 

 

Während man vom Wegesrand aus einen fantastischen Ausblick auf die Bucht hat, kann man unten am Wasser eine ganze Menge verschiedener Steine finden. Hierzu gibt es auch regelmäßig stattfindende Führungen, z.B. hier. Wer also Interesse hat, kann sich professionell über die verschiedenen Steine und Gesteine “weiterbilden”. Meine Jungs und ich suchen immer eher wahllos umher und schleppen dann die Steine nach Hause, die wir schön finden. Mittlerweile könnten wir einen Anbau nur für die Fundstücke vom Meer gebrauchen. Unser Großer hat bei der Suche übrigens ein ganz besonderes Talent bzw. geschultes Auge. Keiner findet so schnell Donnerkeile oder Hühnergötter, wie er. Und in der Größe schon gar nicht. Ich persönlich habe in all den Jahren, die wir nun schon am Meer leben, höchstens einige kleine Bruchstücke gefunden. Er aber findet regelmäßig Exemplare, die die Größe eines Zeigefingers haben.

 

 

Eine kleine Sammlung unserer Strand-Schätze haben wir mittlerweile in einer großen Schale auf der Terrasse stehen und freuen uns regelmäßig beim Anblick der kleinen und großen Meeres-Schätze. Donnerkeile sind übrigens die fossilierten Innenskelette bzw. die “Ruder” ausgestorbener Kopffüßer, der sog. Belemniten, die vor vielen Millionen Jahren in den damaligen Meeren lebten. Die Bedeutung des Namens “Donnerkeil” geht auf den germanischen Gott Donar zurück. Donar schickte als Wettergott regelmäßig Blitze auf die Erde nieder. Diese trafen der Sage nach in Sand und “versteinerten” zu Donnerkeilen. Belemnit ist auch die griechische Übersetzung für Blitzgeschoß.

Hühnergötter sind Steine mit einem natürlich entstandenen Loch. Sie wurden früher als Lochstein-Ketten oder Amulette an Viehställe gehängt und sollten dem Schutz der Tiere bzw. des Geflügels dienen.

Muscheln gibt es hier natürlich auch. Mit Kindern hat man am Strand also immer eine gute Beschäftigung und langweilig wird die Suche eigentlich nie. Anschließend kann man aus den Fundstücken noch schöne kleine Andenken basteln: Flaschenpost, Tischdecken-Beschwerer, Servietten-Kordeln, Strandgut-Deko für die Terrasse oder den Garten etc. Weitere Ideen und eine kleine Anleitung gibt es demnächst hier auf dem Blog. Außerdem zeige ich euch noch, wo ihr euch am Ende eines solchen Spaziergangs stärken könnt und dabei einen phänomenalen Ausblick auf das Meer habt.

 

 

 

Ich hoffe, euch hat der Spaziergang am Steilufer entlang genauso gut gefallen, wie mir.

Fernweh

Wenn ihr nun Lust auf Rapsfelder und Meer habt, dann verordne ich euch eine ordentliche Brise Ostseeluft und stelle euch ein Rezept zur Reisetauglichkeit aus 😉 Mehr Meer findet ihr z.B. hier und vor genau zwei Monaten sah die vereiste Ostsee übrigens noch so aus.

Ich wünsche euch schöne Pfingsten und dass euch euer Weg stets in ein sonniges Rapsfeld am Meer führen möge.

Genießt den Frühling, die Natur, das Leben und euch selbst.

Sonnige Grüße und fröhliches Fernweh wünscht euch

eure

Snježi

 

 

 

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2 Comments

  1. Ute
    3 Monaten ago

    Liebe Snjezi
    Wunderschöne Fotos und sehr schön geschrieben. Ist das Haus an der Steilküste – nah am Abgrund, noch bewohnt? Ich glaube mir wäre nicht wohl.
    Wie oft sind wir diesen Weg schon gegangen! Mit den Kindern – lang ist’s her,🙂
    Lieben Gruß
    Ute

    Reply
    1. die Kinderherztin
      3 Monaten ago

      Liebe Ute,
      herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Wie schön, dass Du dieses wunderschöne Fleckchen Natur auch kennst.
      Das Haus dient als Gäste- und Jugendhaus und noch steht es sicher und fest und hat einen fantastischen Ausblick auf das Meer. Aber alle, die es noch nutzen wollen, sollten sich beeilen, da es sich nicht ewig halten wird. Es hängt auch immer davon ab, wie heftig die nächsten Stürme ausfallen und wieviel Land sie mit sich nehmen.
      Ganz liebe Grüße von der Küste
      Snjezi

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