Impfungen Teil 6: Antworten auf Argumente von Impfkritikern

Werbung wegen Verlinkung auf externe Seiten (unbeauftragt/unbezahlt)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Im heutigen Gastbeitrag von Dr. Konstantin Wagner geht es um die medizinisch fachlichen Antworten auf Argumente von Impfkritikern. Diese Argumente werden häufig angeführt, um den Sinn und die Sinnhaftigkeit von Impfungen in Frage zu stellen. Viel wichtiger als diese “Argumente” sind jedoch die entsprechenden Antworten darauf!

Warum ich Impfungen wichtig finde, habe ich euch in den ersten vier Beiträgen dieser Reihe bereits erklärt.

Die bisherigen Impf-Beiträge:

  1. Im ersten Teil (siehe hier) habe ich euch in einem Vorwort erläutert, warum mir das Thema am Herzen liegt und warum ich -trotz des zu erwartenden “Gegenwindes”- darüber schreibe. Öffentlich und sogar gleich mit einer ganzen Beitragsreihe.
  2. Im zweiten Teil (siehe hier) habe ich euch den Weg eines Impfstoffes aufgezeigt, um darüber zu informieren, an wie vielen Stellen er von unabhängigen Instanzen kontrolliert und überwacht wird.
  3. Im dritten Teil (siehe hier) habe ich über die empfohlenen Standardimpfungen und vor allem auch die zugrundeliegenden Erkrankungen berichtet. Denn nur wenn man ein be-greif-bares Bild der Erkrankung und ihrer Komplikationen hat, hat man auch eine Vorstellung davon, warum der Schutz davor so wichtig ist.
  4. Im vierten Teil (siehe hier) hat euch Dr. Judth Bildau über die HPV-Impfung aus gynäkologischer Sicht informiert.
  5. Im fünften Teil (siehe hier) ging es um die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Impfungen.

Im nun folgenden sechsten Beitrag der Impfreihe wird es um die Antworten auf Argumente von Impfkritikern gehen.

Antworten auf Argumente von Impfkritikern

Konstantin hat die Antworten auf die Argumente von Impfkritikern vor einiger Zeit auf seinem Instagram-Account richtigschwanger veröffentlicht. Ich fand sie so toll, dass ich ihn gleich kontaktiert und gefragt habe, ob ich diesen Beitrag für meine Impfreihe nutzen darf. Seine Antwort kam prompt und enthielt die “Erlaubnis zur Kopie”. Ich freue mich daher sehr, dass ich seinen Beitrag hier veröffentlichen und nutzen darf. Danke dafür!

Ein Gastbeitrag von Frauenarzt Dr. med. Konstantin Wagner:

Herr Dr. med. Konstantin Wagner ist Assistenzarzt für das Fach Gynäkologie und Geburtshilfe und lebt mit seiner kleinen Familie in ländlicher Umgebung im Norden Hessens. Neben seiner Tätigkeit als Assistenzarzt in einer Klinik der Maximalversorgung, betreibt er einen informativen Blog, teilt sein Wissen auf verschiedenen Social Media Platformen, veröffentlicht tolle Aufklärungs- bzw. Erklärvideos auf YouTube​ und bietet seit Neuestem sogar einen online Geburtsvorbereitungskurs (übrigens sowohl für werdende Mamas als auch für werdende Papas) an. Denn sein Projekt Richtig Schwanger soll auf- und erklären. Dabei schafft er es, medizinisch komplexe Themen mit einfachen, aber richtigen Worten zu erklären und sorgt damit für eine bessere Aufklärung im Netz.

Danke lieber Konstantin für Deinen Beitrag und Deinen Einsatz für mehr fachliche Aufklärung im Netz.

 

Gastbeitrag zum Thema: Impfungen und die Argumente von Impfkritikern

“Unwissenheit schützt vor Torheit nicht!”

Es folgen geläufige Argumente von Impfkritikern mit der Quellenangabe „habe ich mal gelesen..“ et al. und „ich kenne da jemanden, der wen kennt“ et al. und die entsprechend wissenschaftlich belegten Gegenargumente.

 

„Die Impfstoffe sind Gift. Sie enthalten schädliche Chemikalien wie Quecksilber etc. und schaden Menschen…“

IST QUATSCH, WEIL:

  • In einigen Impfstoffen sind Formaldehyd, Phenol oder Quecksilber enthalten – allerdings in sehr geringen Konzentrationen (weit unterhalb toxikologischer Grenzwerte). Die Substanzen dienen dazu, Impfviren abzutöten (Formaldehyd), die Immunantwort zu verstärken (Aluminiumhydroxid) oder den Impfstoff haltbar zu machen (Phenol). Für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen sind inzwischen auch quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar.

Wenn man übrigens Angst vor diesen Konzentrationen hat, sollte man nie wieder in Pools oder Schwimmbäder gehen, deren Chlor-Konzentration vielfach höher ist.

 

„Die Pharma Industrie schürt Panik und will mit den Impfstoffen nur Geld verdienen…“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, wäre es für das Pharmaunternehmen weitaus lukrativer erst gar keinen Impfstoff herzustellen, sondern die Konsequenzen der Erkrankung zu therapieren mit entsprechend teuren Wirkstoffen…

Unabhängig davon, dass die Ethikkommission solche Dinge zu verhindern wüsste.

 

„Ich bin trotz Impfung krank geworden!“

IST RICHTIG, WEIL:

  • Keine einzige Impfung vermag ausnahmslos alle Geimpften zu schützen ebenso wie kein Medikament bei sämtlichen Patienten wirkt. Allerdings können Impfungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich senken.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einer Grundschule träte eine Masernepidemie auf. Die eine Hälfte der Schüler wäre geimpft, die andere nicht. Statistisch gesehen würden etwa 97 bis 98 Prozent der nicht geimpften Schüler erkranken, wohingegen unter den Geimpften nur zwei bis drei Prozent erkranken würden.

 

„Impfungen verursachen die Erkrankungen, gegen die sie schützen sollen!“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Nur sehr wenige Impfstoffe enthalten abgeschwächte, noch lebende Erreger. Diese können tatsächlich krankheitsähnliche Symptome hervorrufen – eine voll ausgeprägte Erkrankung entwickelt sich aber praktisch nie. Bei Totimpfstoffen, welche in der Schwangerschaft empfohlen werden, ist dies nicht möglich.

 

„Die Erkrankungen sind so selten … da muss man gar nicht impfen!“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Erkrankungen, wie die Pocken, Polio und bis vor wenigen Jahren auch Masern sind deswegen so selten geworden, WEIL geimpft wurde.

Wir sind gerade dabei, diese totgeglaubten Infektionen wieder aufleben zu lassen und riskieren durch unsere Ignoranz die Gesundheit unserer Kinder und Kindeskinder.

 

„Die frühen und vielen Impfungen überfordern das kindliche Immunsystem“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Sobald das Kind auf der Welt ist wird es weitaus mehr Antigenen ausgesetzt als in heutigen Impfstoffen überhaupt vorhanden sind. Ein Quadratzentimeter menschlicher Haut beherbergt ca. 100.000 Keime, entsprechend viele tausende Antigene. Beim ersten bonding, schmusen, küssen, anlegen etc. kommt das kindliche Immunsystem mit ihnen in Kontakt… und das ist auch wichtig und gut so!

In allen heutigen Schutzimpfungen zusammengenommen finden sich dagegen nur 150 Antigene.

 

„Kinder erhalten Nestschutz der Mutter… der reicht völlig aus; auch ohne Impfung!“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Nestschutz ist enorm wichtig! Erst erhält das Kind Antikörper der Mutter über die Plazenta und später auch durch das Stillen.                                                                                                                                                                                                                                                                         ABER                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Die Mutter kann Antikörper nur gegen solche Krankheiten weitergeben, die sie selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft wurde – und auch nur dann, wenn bei ihr die Konzentration der Antikörper gegen den betreffenden Erreger noch ausreichend hoch ist.

Merke: Impfen ist also doppelt sinnvoll.

 

“Die HPV Impfung kann Krebs verursachen..!“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Die HPV Impfstoffe enthalten keine kompletten Viren, sondern deren Oberflächenproteine, welche von unserem Immunsystem dann als fremd erkannt, sich gemerkt und entsprechend zukünftig bekämpft werden.

Übrigens kann diese Impfung unsere Kinder davor schützen Krebs zu bekommen … nur so by the way.

Und natürlich sollten Mädchen sowie Jungen geimpft werden.

 

„Die MMR Impfung verursacht Autismus bei Kindern!“

IST QUATSCH, WEIL:

  • Dieses Argument bezieht sich auf eine Studie von 1998, bei der 12 Kinder beteiligt waren (n=12 …). 2010 wurde diese Studie aufgrund methodischer und manipulierter Daten für Nonsens erklärt (unabhängig mal davon, dass n=12 alles andere als repräsentativ ist, da könnte ich auch beim Metzger um die Ecke eine Umfrage starten …)                                                                                                                                                                                                                                                 Anschließend wurde eine seriöse Studie an über 650.000 Kindern durchgeführt (n=657.461!).

In dieser großangelegten Studie konnte gezeigt werden, dass das Risiko für Autismus durch die MMR Impfung sogar signifikant REDUZIERT wurde.

 

Herzlichen Dank lieber Konstantin für diesen tollen Beitrag.

 

Anmerkung:

Alle medizinischen Beiträge, die ich zu gesundheitlichen Themen auf meinem Blog verfasse oder veröffentliche, dienen ausschließlich der Information. Sie ersetzen in keiner Weise den Arztbesuch bei gesundheitlichen Beschwerden.

 

Bleibt gesund und munter

Eure

Snježi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Posted on 11. August 2019

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