Frühgeborene: wenn das Leben außerhalb des Mutterleibes zu früh beginnt

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Frühgeborene

Winzig klein, unglaublich zart und in jeglicher Hinsicht etwas ganz Besonderes: ein Frühgeborenes. So klein sie bei der Geburt auch sein mögen, so groß ist doch ihr Lebenswille und ihr Kämpferherz.

Für mich war die Zeit, die ich als Kinderärztin auf einer neonatologischen Intensivstation verbringen durfte, nicht nur intensiv, sondern auch sehr prägend. Denn diese kleinen Wesen haben mich immer wieder verzaubert und beeindruckt. Gleichzeitig jedoch auch herausgefordert und mich -mit den Grenzen des medizinisch Machbaren- eine tiefe Demut und Dankbarkeit dem Leben gegenüber gelehrt. Ich erinnere mich z.B. noch sehr genau an den Anblick des für mich damals kleinsten Frühchens.

Es war in der 26. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren worden und wog weniger als ein großes Brot. Alles war dran: winzige Finger, Zehen, ein Kopf, der in Relation zum Rest des Körpers, ziemlich groß erschien, eine rosig-schimmernde, dünne Haut, unter der man jedes Blutgefäß sehen konnte. Ein winziger Mensch, der viel zu früh den Platz unter dem Herzen seiner Mama räumen musste und dennoch ihr Herz im Sturm erobert hat. Ein winziger Mensch, der den absoluten Willen zum Leben hatte und sich Tag für Tag in sein Leben gekämpft hat.

Ich widme diesen Text allen kleinen und großen Überlebens-Held:innen und ihren Familien und denke gleichzeitig auch an alle, für die der viel zu frühe Start nicht mit dem Leben vereinbar war.

Wenn für die Allerkleinsten in unserer Gesellschaft der Start ins Leben zu früh beginnt, ist dies für die Eltern und Angehörigen eine meist sehr sorgenvolle Zeit.

Welches die häufigsten Probleme rund um die Geburt eines Frühgeborenen sind, welche Umstellungsvorgänge nach der Geburt besonders relevant sind und was aus unserer kinderärztlichen Sicht wichtig ist, erfahrt ihr im folgenden Text.

 

Definition Frühgeborenes:

Definitionsgemäß handelt es sich um ein Frühgeborenes, wenn es vor Vollendung der 37. SSW geboren wird.

Das Geburtsgewicht liegt meist unter 2500 g und auch die anderen Körpermaße sind i.d.R. erniedrigt.

Bei der Einschätzung der Prognose und möglichen Komplikationen, bspw. im Rahmen der kinderärztlichen Beratung von Eltern bei drohender Frühgeburtlichkeit, ist die zu erwartende Unreife der kindlichen Organe besonders wichtig. Je früher ein Kind geboren wird, desto unreifer sind die Organsysteme und umso höher das Risiko möglicher Komplikationen. Da die Reife der Organe abhängig von der Schwangerschaftsdauer ist, ist das sog. Gestationsalter (also die SSW, in der ein Kind geboren wird) für die medizinische Beurteilung und Definition entscheidend.

 

Frühgeborene, Anmerkung zur rechtlichen Situation / Begrifflichkeiten:

In den gesetzlichen Richtlinien zum Mutterschutzgesetz wird für die Definition einer Frühgeburt und Festlegung der Mutterschutzfrist, vor allem das Geburtsgewicht des Kindes zugrunde gelegt. Dies war vor einiger Zeit auch im medizinischem Kontext üblich, zumal es ein gut und genau zu bestimmender Wert ist und tatsächlich die meisten Frühgeborenen bei der Geburt auch unter 2500 g wiegen. Allerdings werden damit in der Gesetzgebung auch die Kinder als Frühgeborene definiert, die es nach den aktuellen medizinischen Vorgaben nicht sind. Nämlich die Kinder, die nach Vollendung der 37. SSW geboren worden sind, die jedoch für die Schwangerschaftsdauer (= Gestationsalter) zu leicht und/oder klein sind (= sog. small for gestational age: SGA). Was genau die Unterschiede zwischen eine SGA-Baby und einem Frühgeborenen sind und warum die Unterscheidung im medizinischen Kontext wichtig ist, erfahrt ihr am Ende des Textes.

Die unterschiedlichen Definitionen / Begrifflichkeiten führen mitunter zur Verunsicherung der betroffenen Eltern. Letztendlich zeigen sie jedoch, dass die Kinder (egal, ob SGA oder FG) nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus rechtlicher Sicht, einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen und eine Verlängerung der Mutterschutzfrist rechtfertigen.

 

Häufigkeit Frühgeburtlichkeit:

Etwa 8 bis 9% der Lebendgeborenen kommen zu früh zur Welt. Der Anteil der Frühgeborenen, die noch vor der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden, liegt bei etwa 1-1,5%.

 

Bezogen auf die Schwangerschaftsdauer (= Gestationsalter) spricht man von extrem frühen, sehr frühen, frühen und späten Frühgeburten.

Einteilung der Frühgeborenen nach:

Gestationsalter:

  • Extrem frühe Frühgeburt: < 24+0 SSW
  • Sehr frühe Frühgeburt: 24+0 bis 27+6 SSW
  • Frühe Frühgeburt: 28+0 bis 33+6 SSW
  • Späte Frühgeburt: 34+0 bis 36+6 SSW

Die Einteilung nach dem Gestationsalter gibt den Grad der Organreife am genauesten wieder. Allerdings gibt es bei der Bestimmung des Gestationsalters immer wieder Ungenauigkeiten. Daher wird häufig auch eine Einteilung nach dem Geburtsgewicht vorgenommen, da man damit eine gut messbare Größe zur Beurteilung hat.

Geburtsgewicht:

  • Extrem leichtes Frühgeborenes = Extremely Low Birth Weight Infant (ELBW): Geburtsgewicht <1000 g
  • Sehr leichtes Frühgeborenes = Very Low Birth Weight Infant (VLBW): Geburtsgewicht <1500 g
  • Leichtes Frühgeborenes = Low Birth Weight Infant (LBW): Geburtsgewicht <2500 g

Ein Problem bei dieser Einteilung ist, dass man hierbei Kinder zusammenfasst, die in Bezug auf die Reife der Organe (und somit auch auf die Behandlung und Prognose) sehr unterschiedlich sein können. Ein Neugeborenes kann z.B. ein Geburtsgewicht unter 2500 g haben und in der 38. SSW geboren worden sein. In diesem Fall ist es zu leicht/klein für die Schwangerschaftsdauer (SGA, siehe unten), hat aber idR eine ausreichende Organreife. Ein Frühgeborenes jedoch, das in der 36. SSW geboren worden ist, kann ebenfalls ein Gewicht unter 2500 g haben, hat in Bezug auf die Reife der Organe eine mitunter ganz andere Situation. Auch wenn diese Frühgeborenen meist wenig Probleme und eine gute Prognose haben, möchte ich euch aufzeigen, warum es die unterschiedlichen Einteilungen gibt und was sie aussagen können bzw. nicht.

Daher gibt es auch die Möglichkeit, das Gewicht von Neu- und Frühgeborenen, auf die Schwangerschaftsdauer zu beziehen. Kinder, die für die Schwangerschaftsdauer zu leicht sind, bezeichnet man als hypotrophe Neu- oder Frühgeborene. Kinder, deren Gewicht der Schwangerschaftsdauer entspricht, als eutrophe Neu- oder Frühgeborene. Und Kinder, die in Bezug auf das Gestationsalter zu schwer sind, als hypertrophe Neu- oder Frühgeborene. Übrigens können auch die hypertrophen Neugeborenen einen problematischen Verlauf haben, aber das wird zu einem anderen Zeitpunkt ein Thema sein.

Geburtsgewicht bezogen auf die Schwangerschaftsdauer:

  • Hypotrophe Frühgeborene / Neugeborene
  • Eutrophe Frühgeborene / Neugeborene
  • Hypertrophe Frühgeborene / Neugeborene

Ich möchte euch mit den Angaben nicht verwirren und für die meisten von euch sind sie auch nicht relevant. Ich möchte euch nur aufzeigen, dass es verschiedene Einteilungen gibt und sie für uns Kinderärzt:innen wichtig sind, um -wenn möglich- schon vor der Geburt Komplikationen einschätzen, die Schwangere bzw. die Eltern beraten und die Kinder im Bedarfsfall frühzeitig und gezielt behandeln zu können.

 

Ursachen Frühgeburt:

Nicht immer können die Gründe, die zu einer Frühgeburt geführt haben, geklärt werden.

Eine der häufigsten Ursachen sind urogenitale Infektionen der Mutter. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist daher besonders wichtig. Weitere mögliche Ursachen können sowohl Erkrankungen der Mutter (z.B. Diabetes mellitus,   Infektionskrankheiten, Bluthochdruck, Stoffwechselentgleisungen) als auch des Kindes sein (z.B. bestimmte Fehlbildungen). Aber auch anatomische Veränderungen, z.B. an der Gebärmutter oder der Plazenta, können mögliche Ursachen für eine Frühgeburt sein. Mehrlingsschwangerschaften und ungünstige äußere Faktoren, wie z.B. Tabak- oder Alkoholkonsum, gehen ebenfalls mit einem erhöhten Risiko einher.

 

Maßnahmen vor / unter der Geburt eines Frühgeborenen:

Wie ich oben bereits erwähnte, kann man zu der Prognose von Frühchen allgemein sagen: Je jünger ein Frühgeborenes zum Zeitpunkt der Geburt ist, umso ausgeprägter ist die Unreife der Organe und umso wahrscheinlicher sind mögliche Probleme / Komplikationen. Wobei wir im kinderärztlichen Alltag immer wieder auch erfreuliche Überraschungen erleben.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der die Überlebenschancen von Frühgeborenen deutlich verbessert, sind Geburtskliniken, die über ein Perinatalzentrum verfügen. Hier liegt in unmittelbarer Nähe des Kreißsaals eine spezielle Frühgeborenen-Intensivstation (= Neonatologie), die eine unmittelbare intensivmedizinische Betreuung des Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen ermöglicht. Wenn möglich, sollte also schon vor der Geburt des Kindes, eine geeignete Geburtsklinik gewählt werden, um neben der neonatologischen Versorgung des Kindes zu ermöglichen und lange Transportwege und eine Distanz zwischen Mutter und Kind nach der Geburt zu vermeiden.

Grundsätzlich wird von den Kolleg:innen der Gynäkologie alles versucht, um den Zeitpunkt der Entbindung so lange es aus medizinischer Sicht möglich ist, hinauszuzögern. Denn egal, wie gut die medizinischen Möglichkeiten auch sind, sie können die Vorteile für das kindliche Wachstum im Mutterleib nicht ersetzen. Bei drohender Frühgeburtlichkeit aufgrund z.B. einer mütterlichen Infektion, werden die Risiken engmaschig gegeneinander abgewogen (Risiko einer Infektion für das Kind einerseits und Risiko einer zu frühen Geburt andererseits).

Frühzeitige Behandlung mütterlicher Infektionen:

Da mütterliche Infektionen (z.B. aus den Harnwegen) aufsteigen und eine Frühgeburt begünstigen können, ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie in der Schwangerschaft wichtig. Darüber hinaus kann es zu einem sog. Amnioninfektionssyndrom (AIS) kommen, welches die Prognose des Kindes beeinflusst.

Amnioninfektionssyndrom:

Das Amnioninfektionssyndrom (AIS) bezeichnet eine gefährliche bakterielle Infektion in der Schwangerschaft. Aufsteigende Bakterien können dabei zu einer Entzündung der Eihäute (= Amnion) führen und beim ungeborenen Kind zu einer bedrohlichen Infektion (= Sepsis) führen. Aber auch nach der Geburt können Infektionserreger zu einer Sepsis beim Frühgeborenen führen.

Lungenreife-Induktion:

Da die Unreife der Lunge, vor allem in frühen Schwangerschaftswochen, ein schwerwiegendes und akutes Problem für das Frühgeborene darstellt, erfolgt eine sog. Lungenreife-Induktion. Hierbei wird der Mutter zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Kortison-Präparat injiziert, welches die Lungenreife beim Frühgeborenen begünstigt.

 

 

Haupt-Problem des Frühgeborenen: die Unreife der Organe:

Dabei kann es grundsätzlich an allen Organen zu vorübergehenden oder anhaltenden Funktionsstörungen kommen. Für die unmittelbare Versorgung steht natürlich die Unreife der Lunge im Vordergrund. Aber auch das Herz-Kreislaufsystem eines Frühgeborenen ist durch eine Unreife gekennzeichnet und kann zu unterschiedlichen Komplikationen führen. Durch eine Schwäche/Unreife des Immunsystems sind Frühgeborene besonders anfällig für Infektionen, die sich schnell im gesamten Körper ausbreiten und zu einer Blutvergiftung (= Sepsis) führen können. Der Nahrungsaufbau kann, aufgrund der Unreife des Magen-Darm-Systems, erschwert sein. Auch eine Beeinträchtigung des Seh- und Hörvermögens ist bei Frühgeborenen möglich.

Für die Langzeitprognose eines Frühgeborenen ist jedoch vor allem die Unreife des Gefäßsystems im Gehirn ein Problem. Hier kann es zu Hirnblutungen kommen, deren Ausmaß die Prognose eines Frühgeborenen maßgeblich beeinflusst.

 

Maßnahmen nach der Geburt eines Frühgeborenen:

Minimal Handling:

Um die Komplikationen so gering wie möglich zu halten, wird ein Frühgeborenes so sanft wie möglich behandelt (= minimal handling). Dies fängt schon beim Geburtsmodus an. In Absprache mit den behandelnden Gynäkolog:innen wird dieser, sofern möglich, so gewählt, dass für das Kind unter der Geburt so wenig Stress wie möglich entsteht. Nicht immer, aber recht häufig, wird dabei die Geburt per Kaiserschnitt gewählt. Schon vor der Geburt wird ein Team, bestehend aus einer Kinderkrankenschwester und einem Kinderarzt/Kinderärztin der perinatologischen Intensivstation (ITS) hinzugeholt, um das Kind unmittelbar nach der Geburt adäquat versorgen zu können.

Die akute Versorgung des Frühgeborenen, die auf einem speziellen Behandlungstisch erfolgt, beinhaltet die Überprüfung und Sicherung der sog. Vitalfunktionen (Atmung, Kreislauf, Blutdruck) und kann, abhängig vom Gestationsalter und Zustand des Kindes, individuell ganz unterschiedlich sein.

Inkubator:

Nach der Akutversorgung und Stabilisierung der lebenswichtigen Körperfunktionen wird das Frühgeborene idR in einem Brutkasten (= Inkubator) versorgt. Hier wird mit Hilfe kontrollierter Außenbedingungen ein Klima erzeugt, in dem eine geregelte Luftfeuchtigkeit und Temperatur herrscht.

Der erste Anblick des eigenen Kindes auf einer Intensivstation ist für viele Eltern eine sehr belastende Situation. Neben der Sorge um das Kind und die zu frühe Trennung, erzeugt der Anblick der vielen Geräte, Schläuche und Monitore große Angst. Hier kann ein ausführliches Gespräch mit den Pflegekräften und Ärzt:innen helfen und Ängste mindern.

Känguruh-Methode:

Grundsätzlich wird versucht, den Kontakt zwischen Eltern und Kind bestmöglich zu fördern. Sofern es der Zustand des Kindes erlaubt, kommt dabei dem sog. Känguruhen eine besondere Bedeutung zu. Hierbei wird das Frühgeborene mit direktem Hautkontakt auf die Brust eines Elternteils gelegt. Dies hat neben dem Bindungsaufbau viele weitere positive Aspekte. So beruhigen sich währenddessen bei den meisten Kindern sowohl die Herz- als auch die Atemfrequenz. Die Frühchen atmen idR tiefer und ruhiger. Außerdem führt der Hautkontakt zur Stimulation der Milchbildung bei der Mutter.

 

 

Eine Bitte:

Bevor ich gleich auf die einzelnen Besonderheiten/Erkrankungen und möglichen Komplikationen komme, möchte ich euch darauf hinweisen, dass diese glücklicherweise nicht bei allen Frühgeborenen auftreten. Da ich jedoch aus meinem privaten und beruflichen Umfeld weiß, dass der Informationsbedarf zu diesem Thema immer noch recht hoch ist, möchte ich darauf eingehen. Wenn euch eine solche Aufklärung jedoch in Angst und Schrecken versetzt, solltet ihr an dieser Stelle mit dem Lesen aufhören und könnt euch bei Bedarf am Ende des Textes noch die allgemeinen Empfehlungen durchlesen.

 

Unreife der Lunge:

Atemnotsyndrom (auch ANS, IRDS (= infant respiratory distress syndrom) oder Surfactant-Mangel-Syndrom bezeichnet)

Bei der Entwicklung der Lunge (sog. Lungenreifung) ist die Bildung von Surfactant (Abkürzung für surface active agent) in den Lungenzellen entscheidend. Diese Substanz verringert die Oberflächenspannung in den Lungenbläschen (= Alveolen) und verhindert, dass diese kollabieren. Die Surfactantbildung beginnt zwar in etwa schon ab der 24. SSW, jedoch werden erst in der späten Fetalzeit (etwa ab der 34. SSW) ausreichende Mengen davon produziert. Je früher also ein Kind zur Welt kommt, umso weniger Surfactant ist vorhanden. Die Folge ist, dass die Lungenbläschen kollabieren und am Gasaustausch nicht mehr teilnehmen. Die Folge ist eine Atemnot und ein Sauerstoffmangel.

Häufigkeit:

Ca. 60% bei FG < 30. SSW

60-80% bei FG < 28.SSW

Behandlung:

Die Behandlung richtet sich nach der Ausprägung des Atemnotsyndroms und kann von der Sauerstoffgabe, über Maßnahmen der Atemunterstützung bis hin zur Beatmung und der Gabe von künstlichem Surfactant reichen.

Atemunterstützende Maßnahmen / Beatmung:

Eine kontinuierliche Überdruckbeatmung (= continuous positive airway pressure, CPAP) führt dazu, dass in den Lungenbläschen ein positiver Druck erzeugt wird und diese nicht kollabieren. Das Kind atmet dabei selbständig und wird lediglich bei der Atemarbeit unterstützt. Hierfür wird der Überdruck entweder über Nasenmasken, über sog. binasale Prongs (kurze weiche Schläuche in beiden Nasenlöchern) oder einem Schlauch im oberen Rachen erzeugt.

Bei schwerem ANS wird das Kind maschinell beatmet.

In jedem Fall wird versucht, die Zeit der Beatmung und auch der Atemunterstützung so kurz wie möglich und so lang wie nötig zu halten. Denn neben Hautreizungen oder Hautschäden kann es, insbesondere bei einer langen maschinellen Beatmung und langem Sauerstoffbedarf, zu einem Umbau des Lungengewebes, der sog. Bronchopulmonalen Dysplasie (= BPD) kommen.

Bronchopulmonale Dysplasie (BPD)

Hierbei handelt es sich um eine chronische Lungenerkrankung, die u.a. durch eine Sauerstoffabhängigkeit über die 36. SSW hinaus gekennzeichnet ist. Sie tritt vor allem bei Frühgeborenen auftritt und ist v.a. von der Dauer und Intensität der maschinellen Beatmung abhängig.

Häufigkeit:

Ca 10% bei FG < 1500 g

Ca. 30% bei FG < 1000 g

Die Diagnose wird anhand verschiedener Kriterien gestellt und entsprechend der Leitlinien behandelt.

Prognose:

Die Prognose hängt von der Ausprägung der BPD ab. Bei den meisten Kindern kommt es innerhalb des ersten Lebensjahres zu einer deutlichen Besserung. Viele Kinder haben in den ersten Lebensjahren jedoch eine Anfälligkeit des Bronchialsystems (= hyperreagibles Bronchialsystem), die bspw. zu gehäuften Bronchitiden führt.

Bei Frühgeborenen mit einer schweren BDP kommt es häufig zu einer Verzögerung der körperlichen, motorischen und geistigen Entwicklung. Regelmäßige entwicklungsneurologische Nachuntersuchungen sind daher wichtig.

 

Unreife des Herz-Kreislaufsystems:

Da die Sauerstoffversorgung des Kindes im Mutterleib über die Plazenta erfolgt, wird der Hauptteil des kindlichen Blutes an der Lunge vorbeigeleitet. Dafür gibt es im fetalen Kreislauf zwei Besonderheiten: das Foramen ovale und den Ductus arteriosus. Beide verschließen sich bei einer termingerechten Geburt idR von selbst. Bei Frühgeborenen kann der Umgehungskreislauf fortbestehen (= persistierendes Foramen ovale (PFO) und persistierender Ductus arteriosus (PDA)) und auf diese Weise zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen.

Persistierender Ductus arteriosus (PDA):

Häufigkeit:

Bis zu 80% aller FG < 1200 g GG

Die Diagnose wird anhand einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (= Echokardiographie) sowie verschiedener Kriterien gestellt.

Therapie:

Bei Frühgeborenen ohne Komplikationen wartet man in der Regel ab, ob sich der PDA von selbst verschließt. In allen anderen Fällen ist ein medikamentöser Verschlussversuch möglich, selten ein operativer Eingriff.

Prognose:

Die Prognose ist idR sehr gut. Die betroffenen Kinder weisen im Verlauf eine normale körperliche Belastbarkeit auf.

 

Unreife des ZNS:

Die Unreife führt u.a. dazu, dass der Saug- und Schluckreflex noch unzureichend ist und die Ernährung, gerade bei sehr unreifen Frühgeborenen, idR zunächst über eine Infusion erfolgt.

Atemregulationsstörung / Atempausen:

Darüber hinaus führt die Unreife des Atemzentrums im Gehirn zu einer unregelmäßigen Atmung und zu Atempausen (= Apnoen). Daher ist die Überwachung der Organfunktionen ein ganz wesentlicher Punkt bei der Versorgung. Dabei werden v.a. Atmung, Puls und der Blutdruck über einen Monitor überwacht.

Hirnblutung:

Auch die Blutgefäße und das Gerinnungssystem von Frühgeborenen sind unreif, so dass Blutdruckschwankungen, z.B. infolge von Stress, zu Blutungen führen können. Besonders gefürchtet sind dabei die Blutungen im Gehirn. Eine Ansammlung kleiner Blutgefäße unterhalb der beiden Seitenventrikel (= Hirnwasserräume) ist bei ihnen besonders empfindlich, so dass es hier häufig zu Einblutungen kommt (= intraventrikuläre Hämorrhagie, IVH). Dabei gibt es verschiedene Schweregrade, die die Prognose des Kindes entscheidend mitbestimmen.

Häufigkeit:

Die Häufigkeit hängt vom Gestationsalter ab. Bei FG < 1000 g beträgt sie ca. 6%.

Die Diagnose wird anhand verschiedener Kriterien beim Ultraschall des Kopfes gestellt. Eine Therapie der Blutung an sich ist leider nicht möglich. Daher ist die Prävention zur Vermeidung einer möglichen Hirnblutung besonders wichtig (schonende Entbindung, Vermeidung von Transportwegen, Blutdruckschwankungen etc.)

Prognose:

Die Prognose hängt u.a. vom Ausmaß der Blutung ab. Langfristig ist bei einer höhergradigen Blutung (ab Grad 3) von einer motorischen Einschränkung auszugehen. Sie hängt im akuten Fall jedoch auch vom Ausmaß des Blutverlustes (Schock) und langfristig von der Ausbildung einer Abflussstörung des Hirnwassers (= Hydrozephalus) ab.

Periventrikuläre Leukomalazie (PVL):

Aufgrund der Unreife bestimmter Gehirnzellen und Blutgefäße, vor allem um die Seitenventrikel herum, kann es zu einer Unterversorgung der weißen Hirnsubstanz kommen. Die Folge ist eine Schädigung der weißen Hirnsubstanz in diesem Bereich (= periventikuläre  Leukomalazie).

Häufigkeit:

Ca. 5-15% bei FG < 1500 g

Die Symptome treten meist mehrere Wochen / Monate nach der Schädigung der Nervenzellen auf und können ganz unterschiedlich sein. Sie reichen von minimalen Einschränkungen bis hin zu spastischen Bewegungsstörungen.

Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Jedoch wird mit unterstützenden Maßnahmen und einer gezielten Förderung in vielen Fällen eine Besserung erzielt.

Prognose:

Die Prognose ist abhängig vom Ausmaß der Schädigung.

 

Augen:

An den Augen kann es durch eine gestörte Entwicklung der Netzhautgefäße zu einer Schädigung der Netzhaut kommen:

Retinopathia praematurorum (ROP):

Dabei kommt es zu einem übermäßigen Einwachsen von Blutgefäßen in die Netzhaut. Die Folge kann eine Ablösung der Netzhaut mit diversen Spätfolgen sein. Ein Risikofaktor ist neben der Frühgeburtlichkeit und einem niedrigen Geburtsgewicht, eine Sauerstofftherapie.

Häufigkeit:

Ca. 20% bei FG < 1000 g

Die Prognose und Therapie ist vom Schweregrad der Schädigung abhängig.

Um eine ROP frühzeitig erkennen zu können, wird bei bestimmten Risikogruppen regelmäßig ein spezielles Screening durchgeführt.

 

Unreife des Immunsystems:

Aufgrund der Unreife des Immunsystems und einem kaum vorhandenen Nestschutz (mehr dazu siehe hier), sind Frühgeborene besonders anfällig für Infektionen aller Art. Die Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen ist daher besonders wichtig. Aufgrund der unzureichenden Abwehrmechanismen können sich Infektionen bei ihnen schnell im gesamten Körper ausbreiten und zu einer lebensbedrohlichen Sepsis führen.

Die Häufigkeit hängt auch hier vom Schwangerschaftsalter und der allgemeinen Situation des Kindes ab. Die Diagnose wird anhand unterschiedlicher Kriterien gestellt und die Therapie erfolgt mit einer gezielten antibiotischen Therapie.

 

Unreife des Magen-Darm-Traktes und der Leber:

Durch eine Unreife des Magen-Darm-Systems kann der Nahrungsaufbau verzögert ablaufen. Eine relativ seltene, jedoch lebensbedrohliche Erkrankung des Frühgeborenen ist die sog. nekrotisierende Enterokolitis.

Nekrotisierende Enterokolitis (NEC):

Hierbei kommt es durch verschiedene, noch nicht ganz geklärte Ursachen, zu einer Entzündung der Darmwand, die zu einem Durchbruch in die freie Bauchhöhle führen kann. Die Folge ist ein lebensbedrohlicher Schockzustand und das Absterben betroffener Darmanteile.

Häufigkeit:

Ca. 3-4% bei FG < 1500 g

Die Diagnose wird anhand verschiedener Kriterien gestellt und umfasst verschiedene therapeutische Ansätze.

Energiehaushalt: Gefahr der Unterzuckerung (= Hypoglykämie)

Glukose ist eine wichtige Energiequelle für unseren Körper, v.a. für das Gehirn. In der Leber wird Glukose in das sog. Glykogen umgewandelt und gespeichert. Da die Funktion der Leber noch sehr unreif ist und Frühgeborene keine größeren Glykogenvorräte anlegen können, besteht bei ihnen die Gefahr einer Unterzuckerung. Daher sind regelmäßige Kontrollen des Blutzuckers und eine ausreichende Versorgung über eine Infusion wichtig.

Neugeborenen-Gelbsucht (= Icterus neonatorum)

Aufgrund einer Leberunreife kann bei Frühgeborenen eine stärker ausgeprägte und länger anhaltende Gelbsucht bestehen. Daher werden die jeweiligen Werte regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf rechtzeitig behandelt.

 

Unreife der Nieren:

Da das Körpergewicht von Frühgeborenen zu einem Großteil aus Wasser besteht (75- 80%) und sie über die Haut viel Flüssigkeit verlieren, ist die Luftfeuchtigkeit auf einer Frühgeborenenstation und im Inkubator idR sehr hoch. Durch die Unreife der Nierenfunktion kann der Urin nicht ausreichend konzentriert werden, was sich im Verlust lebenswichtiger Blutsalze äußern kann. Auch hier wird regelmäßig eine Kontrolle sämtlicher Werte im Blut durchgeführt und sowohl die Ausscheidung als auch die Zufuhr von Flüssigkeit protokolliert und an den Bedarf angepasst.

 

Wärmeregulationsstörung:

Aufgrund des noch unzureichend ausgebildeten Unterhautfettgewebes können Frühgeborene ihre Temperatur noch nicht eigenständig regulieren. Die Versorgung erfolgt daher idR im Inkubator, in dem die Temperatur und Luftfeuchtigkeit entsprechend reguliert werden können.

 

Überlebenschancen / Prognose:

Dank der Fortschritte im Bereich der Neonatologie ist zunehmend auch die Versorgung von sehr unreifen Frühgeborenen möglich. Sowohl die Überlebensrate als auch das Risiko möglicher Komplikationen hängen jedoch immer noch maßgeblich von der Schwangerschaftsdauer und begleitenden Risikofaktoren ab.

Dabei steigt die sog. Überlebensrate von Frühgeborenen mit zunehmender Schwangerschaftsdauer an. Bei Frühgeborenen, die zwischen der 25.-28. SSW geboren werden, beträgt sie etwa 80% und steigt auf etwa 98% bei Frühgeborenen an, die in der > 32.SSW geboren werden. Gleichzeitig sinkt das Risiko für neurologische Schäden und Langzeitfolgen mit zunehmender Schwangerschaftsdauer ab (ca 15% Risiko bei FG 25.-28.SSW, ca 2% bei FG > 32. SSW).

 

WICHTIG:

Die statistischen Zahlen dienen lediglich der Orientierung und Einschätzung der erforderlichen medizinischen Maßnahmen. Glücklicherweise zeigen uns viele kleine Frühgeborene, dass die Statistiken nie den individuellen Verlauf darstellen können.

 

 

Stillen eines Frühgeborenen:

Da Muttermilch perfekt auf die Bedürfnisse eines Kindes abgestimmt ist, ist sie (bis auf wenige Ausnahmen) auch für die Ernährung eines Frühgeborenen optimal geeignet. Viele Frühchen können aufgrund einer Trink- und Saugschwäche zwar noch nicht direkt an der Brust trinken. Sofern möglich sollte die Muttermilch abgepumpt und über eine Magensonde verabreicht werden.

 

Verlegung von der ITS auf die Neugeborenenstation:

Die Verlegung des Frühgeborenen von der ITS auf eine Neugeborenenstation und vor allem die Entlassung aus der Klinik gehen bei vielen Eltern durchaus mit gemischten Gefühlen einher. Neben der Freude, das Kind endlich nach Hause mitnehmen zu können, ist diese Phase häufig auch mit vielen Ängsten verbunden. Denn so furchteinflößend all die Maschinen und Geräte zur Überwachung des Kindes, vor allem am Anfang, auch sein mögen. Mit einer gewissen Zeit gewöhnen sich die meisten Eltern daran und verspüren ein erneutes Gefühl der Angst, wenn diese Form der Überwachung wegfällt. Hier sind ausführliche Gespräche und eine gewissenhafte Organisation der häuslichen Betreuung über den Arzt/die Ärztin besonders wichtig. Auch die Vereinbarung spezieller Kontrolltermine und die Anbindung an eine Spezialambulanz (abhängig vom Gestationsalter und dem individuellen Verlauf) sind wichtig, um die Eltern und das Kind nach Hause entlassen zu können.

Voraussetzungen für eine mögliche Entlassung:

Der Zeitpunkt und die Voraussetzungen für eine Entlassung nach Hause können -abhängig vom individuellen Verlauf- sehr unterschiedlich sein. Grob kann man sagen, dass die Entlassung meist um den Zeitpunkt des eigentlich errechneten Geburtstermines erfolgt. Wichtig dabei ist jedoch grundsätzlich, dass das Frühchen selbständig, regelmäßig und ohne Atempausen atmen und die Körpertemperatur regulieren kann. Die Herzfrequenz sollte stabil sein. Es sollte selbständig ausreichend trinken und Gewicht zunehmen.

Ambulante Betreuung von Frühgeborenen:

Bei der Langzeitbetreuung von Frühgeborenen sind viele Aspekte zu beachten. Neben dem Ausmaß der Komplikationen und deren Auswirkungen sind auch die psychosozialen Faktoren zu beachten. Frühchen sind einer großen Anzahl belastender Umstände ausgesetzt. Neben der vorzeitigen Anpassung an das Leben außerhalb des Mutterleibes, ist auch die Betreuung auf einer Intensivstation, mit viel Stress für das Kind verbunden. Neben den Außenreizen (Licht, Lärm) sind natürlich auch schmerzhafte Prozeduren Aspekte, die den weiteren Lebensweg der kleinen Kämpfer:innen beeinflussen können.

Wichtig ist neben den o.g. Kontrollen auch die Überprüfung des Hörvermögens sowie der frühe Beginn von gezielten Fördermaßnahmen (z.B. Frühförderung, Physio-/Ergo-/Logopädie). Auch der frühe Impfbeginn (mehr zum Thema Impfungen siehe hier) und ein vollständiger Impfschutz, auch für Pneumokokken und Influenza, sind wichtige Maßnahmen in der Betreuung von Frühgeborenen. Besonders wichtig ist auch die passive Immunisierung gegen RS-Viren (mehr dazu siehe hier).

Langzeitverlauf:

Verschiedene Studien zur Beobachtung des Langzeitverlaufes von Frühgeborenen konnten zeigen, dass Frühgeborene -ohne höhergradige Hirnblutung und mit entsprechender Förderung- ungefähr zum Schuleintritt, den (v.a. in den ersten Lebensjahren z.T. noch deutlichen) Entwicklungsunterschied zu reifgeborenen Kindern, aufholen.

 

Fazit:

Anhand der Fülle der Information und der Länge des Textes könnt ihr sehen, dass die Versorgung eines Frühgeborenen eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Allem voran natürlich für das kleine Bündel Mensch. Keinesfalls möchte ich euch damit Angst machen. Der Text dient lediglich zur Information und soll einen Überblick über die Besonderheiten bei Frühgeborenen geben.

Und wenn man all das betrachtet, kann man umso mehr den besonderen Lebenswillen der kleinen Überlebens-Held:innen, wertschätzen und bewundern. Sie sind wirklich ganz außergewöhnliche kleine Kämpferherzen.

Mein Respekt und meine guten Wünsche gehören daher allen Frühchen und ihren Familien.

 

Hilfreiche Seiten, auf denen ihr euch informieren und bei Bedarf vernetzen könnt, sind z.B.:

Bundesverband Das frühgeborene Kind: https://www.fruehgeborene.de/

Eine Übersicht der Selbsthilfegruppen findet ihr hier: https://www.fruehchen.de/links-tipps/selbsthilfe/

Auch auf dieser Seite der Frühen Hilfe findet ihr wichtige Infos und Angebote: https://www.fruehehilfen.de/

 

Hier noch eine Ergänzung zu den oben aufgeführten Begriffen SGA und dystrophe Frühgeborene:

Small for gestational age (SGA):

Aus medizinischer Sicht handelt es sich bei einem Kind, welches nach Vollendung der 37. SSW geboren wird, jedoch ein Geburtsgewicht unter 2500 g hat, um ein small for gestational age (SGA) baby. Hierbei liegt also das Geburtsgewicht und/oder die Körperlänge bezogen auf die Schwangerschaftsdauer (= Gestationsalter) unterhalb der 10. Perzentile der intrauterinen Wachstumskurve. Im Gegensatz zu Frühgeborenen mit gleichem Geburtsgewicht liegt jedoch keine Unreife der Organe vor. Somit kann sowohl die Versorgung als auch weitere Betreuung aus medizinischer Sicht unterschiedlich sein. Die Ursachen für SGA können vielfältig sein und die Prognose des Kindes (bspw. Kleinwuchs im Kindesalter oder Entstehung einer Insulinresistenz im Erwachsenenalter) beeinflussen. Die meisten SGA-Kinder zeigen innerhalb der ersten zwei Jahre ein sog. Aufholwachstum. Regelmäßige kinderärztliche Kontrollen der Körpermaße und der allgemeinen Entwicklung sind bei SGA Kindern wichtig.

 

Anmerkung:

Alle medizinischen Beiträge, die ich zu gesundheitlichen Themen auf meinem Blog verfasse, dienen ausschließlich der Information. Sie ersetzen in keiner Weise den Arztbesuch bei gesundheitlichen Beschwerden.

 

Ich wünsche euch eine gesunde Restwoche und hoffe, dass euch die ganz Kleinen zeigen konnten, welche großen Kräfte in ihnen stecken

 

Bleibt gesund und munter

eure

Snjezi

 

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